SaNa-Grundlagen

Die Fische waren bis jetzt nicht namentlich in der Tierschutzgesetzgebung geregelt. Neu werden die Grundzüge aufgeführt, die einen tiergerechte Umgang mit ihnen ermöglichen.
 
Hier die wichtigsten Elemente dieser neuen Tierschutzvorschriften.
Generell verboten ist ab dem 1. Januar 2009:

  • Die Verwendung lebender Köderfischen
    Ausnahmen: Der Kanton kann an gewissen Gewässern Ausnahmen erlauben; allerdings nur für Fischende mit einem Sachkunde-Nachweis
  • Das Fischen mit Widerhaken
    Ausnahmen: Der Kanton kann für einige Angelmethoden wie z.B. die Hegenenfischerei oder die Schleppangelfischerei Ausnahmen gewähren; allerdings nur für Fischende mit einem Sachkunde-Nachweis
  • Das Hältern von Fischen
    Ausnahmen können für Fischende mit Sachkunde-Nachweis gewährt werden, zum Beispiel das kurzfristige Hältern bis zum Ende des Angelausfluges

Zum Verzehr bestimmte Fische sind grundsätzlich sofort zu töten. Fischer und Fischerinnen mit einem Sachkunde-Nachweis dürfen nicht verletzte Fische kurzfristig hältern. Wichtig ist allerdings, dass der Fisch genügend Frischwasser hat, dass Wasser darf sich nicht erwärmen und eine ausreichende Sauerstoffversorgung mittels Frischwasser muss sichergestellt sein. Eine Brente im Bach, bei der die Ventile offen sind, eignet sich. Es muss aber darauf geachtet werden, dass der Fisch ausreichend Platz in diesem Gefäss findet.
   
Auch gibt es Neues bezüglich Fische töten. Mit einem Schlag auf den Kopf ist nicht immer sicher gestellt, dass der Fisch auch tot ist. Um dem Fisch einen qualvollen Tod zu ersparen wird neu der Fisch erst mit einem Schlag auf den Kopf betäubt, und direkt anschliessend mit dem Kiemenschnitt getötet. Oder der Fische wird nach dem Betäubungsschlag sofort ausgenommen, dies ist für eine gute Fleischqualität sowieso empfehlenswert.
   
Die ganzen Gesetzestexte sind im Internet abrufbar:

Die Gesetzgebung des Tierschutzes sowie der Fischerei gelten sowohl an privaten wie auch an den öffentlichen Gewässern.

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