Kantonaler Fischerei-Verband Basel-Stadt

Parasitärer Pilzerreger im Birs-Einzugsgebiet

Parasitärer Pilzerreger

Seit 2009 treten im französisch-schweizerischen Grenzabschnitt des Doubs regelmässig Fischsterben auf. Vorwiegend betroffen sind Äschen, Forellen und Schmerlen. Im Auftrag des Bundesamtes fü¨r Umwelt (BAFU) hat die Universität Neuenburg den auftretenden Pilzerreger untersucht. Die Fische leiden unter einem starken Befall des Pilzerregers Saprolegnia parasitica. Neuerdings sind auch im Birs-Einzugsgebiet befallene Fische festgestellt worden. 2011 trat das Phänomen erstmals in der Sorne auf, einem Fluss, der in die Birs mündet und keine direkte Verbindung zum Doubs hat. Aufgrund der Untersuchungsresultate muss davon ausgegangen werden, dass der Erreger in jüngerer Zeit in die Gewässer eingeschleppt wurde. In der Birs zwischen Moutier und Roches wurden ebenfalls Fische mit Pilzbefall beobachtet. Dabei handelte es sich bisher aber immer nur um Einzelfälle.

Verpilzte Bachforelle aus der Birs (Moutier, April 2012)

 

Beobachtungen weiter flussabwärts sind aktuell nicht bekannt und es wurde bisher kein bedeutendes Fischsterben festgestellt. Sehr wahrscheinlich ist der Erreger durch menschliches Zutun in die Gewässer gelangt. Als mögliche Übertragungswege kommen Fischerstiefel, Fischereigerätschaften, Wanderschuhe, Kanus, Köderfische, eingeschleppte exotische Arten, landwirtschaftliche Tätigkeiten etc. in Frage. Um eine Ausbreitung der Krankheit durch Verschleppen des Erregers in andere, nicht betroffene Gewässer zu verhindern, sind erhöhte Vorsichtsmassnahmen für Angelnde geboten. Insbesondere empfehlen die betroffenen Kantone im Birs-Einzugsgebiet folgendes Vorgehen:

Mögliche Desinfektionsvarianten, die jeweilige Handhabung sowie die Bezugsquellen für Desinfektionsmittel sind in der Anleitung zur Reinigung und Desinfektion von Angelgeräten und Utensilien (inkl. Wathosen) beschrieben

Helfen Sie mit, eine Ausbreitung des Erregers zu verhindern und desinfizieren Sie alle Ihre Angelgerätschaften!

Wir danken Ihnen für die Unterstützung. Bei Fragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

Kanton Basel-Stadt:
Amt für Umwelt und Energie
Tel. 061 639 22 32
Mail: hans-peter.jermann@bs.ch

Kanton Basel-Landschaft:
Veterinär-, Jagd- und Fischereiwesen
Tel. 061 552 56 04
Mail: daniel.zopfi@bl.ch

 

 

 

 

 

 

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